Die optimale Trainingshäufigkeit und die Anpassung
des Körpers – Kann ich jeden Tag trainieren?
Die Frage nach dem „wie oft“, richtet sich vor allen
Dingen nach der Intensität des Trainings. Die Faustregel lautet hier: Je
intensiver die Einheit, desto länger die Trainingspause. Wer ein moderates Training absolviert, kann
theoretisch eine tägliche Sporteinheit einlegen, empfehlenswert ist es aber
nicht.
Was viele nicht wissen: Die Regenerationstage sind genauso wichtig wie
das Training selbst! In der Regel sollte man 24 – 72 Stunden zwischen den
Trainingseinheiten pausieren. Gerade Einsteiger sollten lieber längere Ruhephasen
zwischen den Einheiten wählen, um den Körper an die ungewohnte Belastung
langsam ran zuführen.
Wichtig ist es an dieser Stelle zu wissen: Nicht im Training
findet die Anpassung des Körpers statt, sondern in den Erholungsphasen.
Diese Leistungssteigerung in Form von Muskelwachstum
oder einer verbesserten Herz-Kreislauf Fitness, sind nichts anderes als
Schutzmechanismen eures Körpers. Er will sich einfach davor wappnen, im
nächsten Training von einer neuen Belastung überrumpelt zu werden und passt
sich mit einer höheren Leistungsfähigkeit an (Prinzip der Superkompensation).
Woher weiß ich jetzt ob ich ein oder zwei Tage Pause
benötige?
Eine objektive Beurteilung ist für den
Otto-Normal-Sportler im Normalfall nicht möglich und meiner Meinung nach auch
nicht wirklich sinnvoll.
Mein Tipp: Lernt auf euren Körper zu hören! Arbeitet
mit dem subjektiven, also dem persönlich empfundenen Belastungsempfinden.
Der Erschöpfungsgrad nach dem Training und vor allem
das physische und psychische Befinden am nächsten Tag, sind hierfür sehr gute
Indikatoren. Extreme Müdigkeit? Muskelkater? Abgeschlagenheit? All das sind
Signale eures Körpers, dass er sich gerade in einer Regenerationsphase befindet
und Ruhe braucht. Wer auch an solchen Tagen die Füße nicht still halten kann,
dem empfehle ich eine ganz leichte Cardioeinheit einzuschieben um die
Regeneration aktiv zu unterstützen.
Wie man sieht gibt es so etwas wie das „optimale
Trainingspensum“ nicht. Viel wichtiger ist es zu lernen, auf die Signale des
Körpers zu hören. Grundsätzlich kann man aber festhalten: Viel hilft nicht
viel!
Euer Coach
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