3 oder 5 Mahlzeiten - Was ist eigentlich besser?

Diese Frage lässt sich nicht mit einem einfachen JA oder NEIN beantworten. Für beide Mahlzeitenfrequenzen gibt es Pro und Contra Argumente. Eine nicht ganz unerhebliche Rolle, spielt in diesem Zusammenhang vor allem der (Berufs-) Alltag und die Ernährungsgewohnheiten des Einzelnen. Aus diesem Grund arbeite ich mit meinen Klienten  auch nicht nach einem festem Schema, denn erfahrungsgemäß steht und fällt der langfristige Erfolg einer Ernährungsumstellung mit der Alltagstauglichkeit!

Die Argumente bei 3 Mahlzeiten

Der (vermeintliche) Zeitfaktor ist einer der häufigsten Gründe, der im Zusammenhang mit unregelmäßigen Essgewohnheiten genannt wird. Wer einen straffen Zeitplan hat, dem fällt es oftmals schwer, sein Essen auf 5 Portionen zu verteilen. Hier kann sich das klassische „Frühstück – Mittag – Abendessen – Schema“ eignen. 
Diese Vorgehensweise empfehle ich ebenfalls Personen die abnehmen möchten. Der Grund hierfür ist recht simpel: Es macht durchaus Sinn mehrere Stunden zwischen den Mahlzeiten vergehen zu lassen, um den Körper in den Fettverbrennungsmodus kommen zu lassen.
Durch diese Fastenzeit zwischen den Mahlzeiten können wir auch wieder erlernen, zwischen „richtigem“ Hungergefühl und Lust zu unterscheiden.
Das alte Sprichwort, "Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler", ist vom Gedanken her nicht verkehrt – vorausgesetzt man wählt die richtigen Lebensmittel und übertreibt es nicht mit dem Kaloriendefizit.

Die Argumente bei 5 Mahlzeiten

Wissenschaftlich wird das Ganze so begründet, dass durch eine regelmäßige Nährstoffaufnahme (aus den richtigen Lebensmitteln!) der Stoffwechsel angekurbelt wird.
Stellt euch einfach vor in eurem Körper lodert ein „Fettverbrennungsfeuer“, welches durch die regelmäßigen Mahlzeiten immer wieder angefacht wird bevor es erlischt.
Zudem wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung argumentiert, dass dadurch der Blutzuckerspiegel im Tagesverlauf konstant gehalten werden kann und somit Heißhungerattacken vermieden werden.
Die 5 Portionen Obst (2) und Gemüse (3) die empfohlen werden, lassen sich ebenfalls in 5 Mahlzeiten wesentlich einfacher verpacken und somit ein insgesamt abwechslungsreicherer Speiseplan zusammenstellen. 
Bei Menschen die mit einem Leistungstief oder Verdauungsproblemen nach größeren Speisen zu kämpfen haben, befürworte ich auch gerne mehrere kleine Portionen.
Doch auch bei diesem Mahlzeitenschema gibt es Contra Argumente. Man muss deutlich machen, dass man bei einem unbewussten Essverhalten hierbei eher Gefahr läuft zu viele Kalorien zuzuführen, als bei drei Mahlzeiten.
Abgesehen vom größeren Planungs- und Zubereitungsaufwand, neigt man durch diese Essgewohnheit auch eher zum "Snacking" und isst obwohl man noch keinen Hunger verspürt.

Wie ihr seht, ist die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Mahlzeitenfrequenz eine ganz individuelle Angelegenheit, die jeder für sich selbst treffen muss. Nehmt euch Zeit um euren Tagesablauf zu reflektieren, plant einmal bewusst euer Essen und probiert es einfach aus. Ihr werdet schnell merken, dass es einfacher ist als ihr gedacht habt. Letzten Endes ist es alles eine Frage der Organisation.

Euer Coach


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