Im folgenden soll ein Einblick über die Ketogene
Diät gegeben werden, wie sie aufgebaut ist und welche gesundheitlichen Vor- und
Nachteile sie mit sich bringt.
Bei dieser Diätform handelt es sich um eine sehr kohlenhydratreduzierte bzw. fast kohlenhydratfreie Ernährungsform, bei der weitestgehend Proteine und Fette konsumiert werden.
Bei dieser Diätform handelt es sich um eine sehr kohlenhydratreduzierte bzw. fast kohlenhydratfreie Ernährungsform, bei der weitestgehend Proteine und Fette konsumiert werden.
Weitere Bezeichnungen für diese Diätform sind
unter anderem auch „Anabole Diät“ oder „Atkins Diät“, benannt nach dem
Erfinder.
Ich habe mich selbst über ein Jahr an diese
Ernährungsform gehalten und die Vorzüge (aber auch harten Seiten) dieser Diät
kennenlernen dürfen. Insofern werden an einigen Stellen auch persönliche
Erfahrungswerte mit einfließen.
Wie ist die Diät aufgebaut?
Der Gedanke hinter dieser Ernährungsform ist
recht einfach zu verstehen: Durch den strikten Verzicht von Kohlenhydraten (als
primären Energieträger unseres Organismus), wird der Körper dazu gezwungen
Energie aus Fettsäuren zu bilden.
Der Name „Ketogen“ kommt daher, dass der Körper
bei der Energiegewinnung aus Fettsäuren sogenannte Ketonkörper bildet, die den
Körper als Ersatzenergie dienen. Befindet man sich erst einmal in diesem
Prozess, dass der Körper vermehrt Fette in Energie umwandelt, spricht man vom
Zustand der „Ketose“.
Kontrollieren kann man dies sehr einfach über
die Ketosticks aus der Apotheke.
Kohlenhydrate aus evolutorischer Sicht
Entgegen den low-fat Befürwortern sind die
ketogenen Verfechter der Überzeugung, dass der Körper Fette zum Überleben
braucht. Fehlt es ihm an diesen essentiellen Nährstoff z.B. durch den strikten Verzicht
in der Ernährung, suggerieren wir ihm einen Notzustand.
In diesem Zustand wird er die ihm zugeführten
Fette eher speichern wollen, als sie freizusetzen.
Aus anthropologischer Sicht spricht auch alles
für eine fettreiche und proteinbetonte Ernährung. Die Steinzeitmenschen hatten schließlich
auch kein Getreide und ernährten sich gezwungenermaßen eher low-carb.
Stattdessen aßen sie viel Fleisch und sammelten vorrangig Beeren und Nüsse.
Schauen wir uns heute lebende afrikanische
Stämme an die keinen Ackerbau betreiben und sehr wenige Kohlenhydrate
konsumieren oder Eskimos, die sich ausschließlich von fettem Fleisch und Fisch
ernähren stellen wir fest, dass so gut wie keine Zivilisationskrankheiten in
diesen Völkergruppen auftreten.
Herzinfarkt, hohe Cholesterinwerte, Diabetes,
Bluthochdruck oder Übergewicht? Fehlanzeige.
Was spricht für und was gegen den Zustand der
Ketose?
Der Hauptvorteil besteht darin, dass der Körper die Fähigkeit erlernt Fette als Energiequelle heranzuziehen. Umso länger er sich in diesem Zustand befindet und daran gewöhnt, desto effizienter läuft der Prozess ab.
Ich erinnere mich sehr gut an die ersten Tage bis 2 Wochen. Der Umgewöhnungsprozess war eine echte Herausforderung. Die Entwöhnung von Kohlenhydraten und der Umlernprozess auf die Ketonkörper gingen nicht spurlos an mir vorbei. Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit und ein allgemeines Schwächegefühl waren meine täglichen Begleiter. In Kombination mit Sport nicht gerade ein angenehmer Zustand. Nach einigen Tagen waren die Symptome aber verflogen und die Leistungsfähigkeit zumindest gefühlt fast besser als vorher.
Durch das geringe Insulinaufkommen
(Kohlenhydrate => Blutzucker => Insulinausschüttung) läuft die Fettverbrennung auf Hochtouren. Außerdem kann man eine erhöhte
Wachstumshormonausschüttung feststellen.
Ich kann mich an KEINE einzige Diät zurückerinnern (und ich behaupte ich habe sie fast alle zu Testzwecken probiert), mit der ich so erfolgreich meinen Körperfettanteil reduzieren und gleichzeitig Muskelmasse halten konnte. Das liegt übrigens auch am sogenannten „proteinsparenden Effekt“ der Getose.
Ich kann mich an KEINE einzige Diät zurückerinnern (und ich behaupte ich habe sie fast alle zu Testzwecken probiert), mit der ich so erfolgreich meinen Körperfettanteil reduzieren und gleichzeitig Muskelmasse halten konnte. Das liegt übrigens auch am sogenannten „proteinsparenden Effekt“ der Getose.
Aber Vorsicht: Die Blutfettwerte sollten stets
im Auge behalten und vom Arzt regelmäßig kontrolliert werden. Bei dieser Ernährungsform
werden automatisch viel mehr gesättigte Fette aufgenommen als bei einer
„normalen“ Mischkost.
Die Auswirkung auf die Blutfettwerte ist sehr umstritten,
da sich eine langfristige Umstellung bei jedem sehr unterschiedlich auswirkt.
Auch wenn Eier mit Bacon und Käse unter Ketogenen Befürwortern ein sehr
beliebtes Frühstück ist, so sollte aus gesundheitlicher Sicht auf eine
ausreichende Zufuhr ungesättigter Fettsäuren geachtet werden.
Um nochmals klarzustellen, dass die
Cholesterinwerte nicht unbedingt schlechter werden müssen durch diese Diät:
Einige Untersuchungen konnten ein Absinken des LDL-Cholesterins bei
gleichzeitigem Anstieg des HDL-Cholesterins feststellen.
Ich hatte persönlich nie Probleme mit
schlechten Blutfettwerten. Das ist mit Sicherheit auch der Tatsache
verschuldet, dass ich das ganze Vorhaben nie als Freifahrtschein zum maßlosen
Essen gesehen habe und gleichzeitig auf eine möglichst „gesunde“ Fettzufuhr
geachtet habe.
Was oft im Zusammenhang mit der Ketose genannt
wird, ich bei mir persönlich aber nie beobachten konnte, ist ein unterdrücktes
Hungergefühl. Gerade in einer Diät, wo es sowieso schon schwer fällt und der
Heißhunger nicht lange auf sich warten lässt, eine wünschenswerte Nebenwirkung.
Das ist natürlich auch darauf zurückzuführen,
dass die kohlenhydratarme Ernährung die Blutzuckerachterbahnfahrt unterdrückt.
Ich kann nicht sagen, dass dieser Effekt bei
mir eingetreten ist oder ich ihn bewusst wahrgenommen habe, aber in der Tat
fiel mir das Umsetzen und Durchhalten wesentlich leichter als bei der
klassischen low-fat Diät.
Man darf nicht außer Acht lassen, dass die
Ketose ein verstärkt saures Milieu im Körper hervorruft. Der Körper hat zwar
Regulationsmechanismen um das auszugleichen, jedoch kann (muss nicht) ein dauerhaft
erhöhter Zustand gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringen. Das Thema
ist sehr umstritten.
Es gibt aber einige interessante Theorien die
sich mit dem Zusammenhang von Gesundheit und dem Säure-Basenhaushalt
auseinandersetzen und meiner Meinung nicht einfach ignoriert werden sollten.
Ich empfehle deswegen viel Gemüse zu essen um den Basenanteil in der Ernährung
zu erhöhen. Kräutertees und basische Produkte können das Vorhaben ebenfalls
unterstützen.
Obst wäre zwar auch eine Idee, aufgrund des
Fruchtzuckers aber leider keine Option!
Fazit
Die Umsetzung der Diät ist sehr einfach wenn
man sich an ein paar Grundregeln hält.
Ca. 5% der Ernährung sollte aus Kohlenhydraten bestehen, 60-65% aus Fetten und 30-35% aus Proteinen.
Das bedeutet Nudeln, alle Getreideprodukte, Reis, Kartoffeln, Zucker, Süßigkeiten, Chips, viele Milchprodukte (aufgrund des Milchzuckers), Obst (Fruchtzucker) und einige Gemüsesorten sind absolut tabu!
Ca. 5% der Ernährung sollte aus Kohlenhydraten bestehen, 60-65% aus Fetten und 30-35% aus Proteinen.
Das bedeutet Nudeln, alle Getreideprodukte, Reis, Kartoffeln, Zucker, Süßigkeiten, Chips, viele Milchprodukte (aufgrund des Milchzuckers), Obst (Fruchtzucker) und einige Gemüsesorten sind absolut tabu!
Wohingegen vermehrt Fleisch, Fisch, Speck,
Wurst, Käse, Nüsse, Öle und viel kohlenhydratarmes Gemüse gegessen werden
sollte.
Das entspricht nicht jedermanns Ansicht einer gesunden Ernährung und kann sich gerade bei Festlichkeiten und gemeinschaftlichem Essen als etwas schwierig erweisen.
Das entspricht nicht jedermanns Ansicht einer gesunden Ernährung und kann sich gerade bei Festlichkeiten und gemeinschaftlichem Essen als etwas schwierig erweisen.
Das die Diät funktioniert ist tausendfach
bewährt. Wer das Ziel einer schnellen Gewichtsabnahme verfolgt wird damit sehr
sicher das erreichen, was er sich vorgesetzt hat. Natürlich ist es radikal um
die Umstellungsphase nicht ganz einfach, hat man es aber erst einmal
überstanden wird man schnell merken wie einfach das ganze von der Hand geht.
Sportlern empfehle ich an dieser Stelle eine langsame Steigerung des
Sportpensums, um in kein allzu tiefes Leistungsloch zu fallen.
Wenn man das Ganze Vorhaben zeitlich begrenzen
möchte, sollte man bei der Umstellung auf Kohlenhydrate darauf achten die
Zufuhr kontrolliert zu steigern. Man kann mit dem Frühstück anfangen und später
die Mittagsmahlzeit um ein paar Kohlenhydrate ergänzen. Die schrittweise
Einführung wird dafür sorgen, dass die Gewichtszunahme auf ein Minimum
reduziert wird oder gänzlich ausfällt.
Euer Coach
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