Ich widme mich bekanntermaßen sehr gerne festgesetzten Fitnessmythen und auch heute soll es darum gehen ein etabliertes Irrtum
aufzudecken. Eines der wohl ältesten im Fitnessbereich ist das
„klassische Definitionstraining“ also eine „spezielle Methode“, um seinen
Körper den letzten Feinschliff zu geben.
So wie auch ich in jungen (unerfahrenen) Jahren von den
alteingesessenen Mitte-50 Fitnessgurus von diesem Training erfahren habe, wird
es immer noch an die jüngere Generation in vielen deutschen Fitnessstudios und
Internetforen weitergegeben.
Wie sollte man am besten trainieren um eine maximale
Definition und Sichtbarkeit der Muskulatur zu erreichen?
Von einem definierten Körper spricht man wenn der
Körperfettanteil so niedrig ist, dass die Muskulatur gut sichtbar unter der
Haut zum Vorschein kommt.
Das „Freilegen“ des Sixpacks oder das Streben nach einem
flachen Bauch ist der Traum vieler Männer und Frauen und wird klassisch damit
in Verbindung gebracht.
Glauben wir dem Mythos liegt der optimale
Wiederholungsbereich irgendwo zwischen 20 und mehr.
Schauen wir mal hinter die Kulissen...
Das was als „Definitionstraining“ von Generation zu
Generation fleißig weitergegeben wird, ist nichts anderes als ein
Kraftausdauertraining.
Laut Literatur spricht man von einem Kraftausdauertraining, wenn die Belastungsintensität bei 30-50% liegt und im Bereich von 20-30 Wiederholungen zügig trainiert wird. So viel zur Theorie.
Laut Literatur spricht man von einem Kraftausdauertraining, wenn die Belastungsintensität bei 30-50% liegt und im Bereich von 20-30 Wiederholungen zügig trainiert wird. So viel zur Theorie.
Diese Trainingsform hat in der jährlichen
Trainingsperiodisierung zwar auch ihre Berechtigung, aber mit Sicherheit nicht im Zusammenhang
mit dem Herausarbeiten einer gut sichtbaren Muskulatur.
Kurzer Exkurs in die Muskelwelt:
Wir unterscheiden grob zwei Muskelfasertypen. Die
schnell-zuckenden und überaus hypertrophiefreudigen Typ II-Fasern und die
langsam-zuckenden und ausdauernden Typ I-Fasern.
Durch die propagierte Trainingsform mit niedriger
Intensität, werden vorrangig die Typ-I Fasern trainiert. Rein physiologisch hat
das zur Folge, dass die Muskulatur durch eine bessere Kapillarisierung zwar
ausdauernder wird aber mit Sicherheit nicht besser zum Vorschein kommt.
Man kann in Kraftausdauerphasen sogar sehr oft einen
(leichten) Muskelabbau beobachten, auch bedingt dadurch, dass die wenigsten die
Ernährung so handhaben, wie sie es bestenfalls tun sollten.
Ihr braucht ein Beispiel um die unterschiedlichen Typen
besser unterscheiden zu können? Schaut euch bitte einen Sprinter an und
vergleicht ihn mit einem Marathonläufer. Natürlich sind das zwei
Extrembeispiele, aber sie lassen erkennen worauf ich hinaus will.
Ein Sportler der nach einer maximal möglichen Definition
strebt, wünscht sich nicht sehnlicher
als eine pralle Muskulatur, die
unter der Haut zum Vorschein kommt. Das
bedeutet also, dass gerade in der Definitionsphase die Intensität möglichst
gleichhoch bleiben sollten. Natürlich werden wir aufgrund des Energiedefizits
durch ein klassisches Muskelaufbautraining keine neue Masse hinzugewinnen, aber
zumindest die schützen, die wir uns hart erarbeitet haben.
Wie definiert man also richtig?
Einfache Antwort: In der Küche. Es gibt ein schönes
englisches Sprichwort das besagt: „Abs are made in the kitchen“ – Bauchmuskeln
werden in der Küche gemacht! Genauso ist es. Umso niedriger unser
Körperfettanteil ist, desto besser wird die Muskulatur zum Vorschein kommen. Am Training sollte man nichts verändern.
Meine persönliche Erfahrung hat über die Jahre immer wieder gezeigt, dass die Ernährung bei dieser Zielsetzung sehr viel wichtiger ist und ohne konsequente Umsetzung leider schwierig zu erreichen.
Natürlich kann ein Kraftausdauertraining durch die etwas
höhere Kalorienverbrennung während des Trainings behilflich sein - aber
nicht unbedingt zielführend im Sinne des maximalen Erfolgs.
Eine angepasste
Ernährung, ist die wesentlich bessere und erfolgreichere Methoden um dort anzukommen wo man hin möchte. Setzt man dazu noch gut getimte Cardioeinheiten ein, steht dem
Sixpack im Sommer nichts mehr im Wege. In diesem Sinne: Train Hard - Eat Clean!
Euer Coach

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